Das „Arme Theater Wien“ im „Zimmer Nr. 6“

Mai 3, 2013 in Tipps

Schöner Abschluss der Tschechow-Trilogie

Szekely, Pauer  Bild: © Vondru

Szekely, Pauer
Bild: © Vondru

„There never was a smile like his“, schrieb Samuel Beckett. Er ist nicht der einzige, der Anton Tschechow verehrt, ja fast in ihn verliebt war. Die illustre Fangemeinde reicht von Thomas Mann bis Woody Allen. Und natürlich zum Armen Theater Wien. Das beendet seine Tschechow-Trilogie („Die Möwe“ 2010, „Onkel Wanja“ 2011, „Drei Schwestern“ 2012) mit „Zimmer Nr. 6“. Durch dessen Tür man in einen völlig neuen Assoziations- und Bedeutungsraum der Tschechow’schen Welt gelangt.

Premiere ist am 9. Mai im Wiener WUK-Projektraum.

„Wenn Sie nicht fürchten, sich an den Nesseln zu verbrennen, so gehen wir zusammen den schmalen Pfad entlang, der zu dem Nebengebäude führt, und schauen, was sich dort abspielt.“ Lautet so eine Art Leitsatz zum Stück, in dem der Zugang zu Tschechow  nicht unmittelbar im Text stattfindet. Man begegnet eher Fragmenten, Fragen, aus denen sich Figuren zu entwickeln versuchen. Nichts ist da antiquiert, sondern alles „neue Struktur“. Man darf gespannt sein. In der Regie von Erhard Pauer spielen Manuel Heuser, Manfred Jaksch, Georg Leskovich, Johannes Nepomuk, Krista Pauer und Piroska Szekely.

www.armestheaterwien.at

Von Michaela Mottinger

Wien, 3. Mai 2013