Das Residenztheater München in der Garage X

März 22, 2013 in Tipps

„Call me God“, zu sehen im Museumsquartier Halle G

© Hans Jörg Michel
"Quartieri dell'arte" in Viterbo und der GARAGE X Uraufführung © Hans Jörg Michel

„Quartieri dell’arte“ in Viterbo und der GARAGE X
Uraufführung
© Hans Jörg Michel

Ab 25. 3. zeigt die Garage X ein Gastpiel des Residenztheaters München – ausnahmsweise im „Ausweichquartier“ MQ, Halle G: „Call me god“ hat der Attentäter auf eine Tarot-Karte geschrieben, die er am Tatort zurücklässt. Ein Jahr nach dem 11. September 2001 erschießt ein Serienmörder im Großraum Washington D.C. wahllos Passanten. „Nennt mich Gott“ fordert er, und Polizei und Medien gehorchen. Während die USA zum Krieg gegen den Irak rüsten, der Tausende das Leben kosten wird, entzündet sich die Hysterie von Medien und Bevölkerung an einem Serienmörder, dessen Taten von kalter Präzision und unerklärlicher Systematik zu sein scheinen.

Die Autoren Gian Maria Cervo, Marius von Mayenburg, Albert Ostermaier und Rafael Spregelburd beschreiben, ausgehend vom realen Fall des „Beltway Snipers“, eine Gesellschaft, die sich zum Spielball eines Amokläufers macht und in ihm einen modernen Heldentypus findet und feiert. Der Serienkiller ist nicht länger abseitiger Defekt der Gesellschaft, sondern ihr medialer Heros, ein Gladiator, der zum Brot die Spiele liefert.

Mit: Katrin Röver, Genija Rykova, Thomas Grässle, Lukas Turtur. Inszenierung: Marius von Mayenburg

www.garage-x.at

Video: www.garage-x.at/portal/index.php?option=com_flexicontent&view=items&cid=20&id=755

www.residenztheater.de

Von Michaela Mottinger

Wien, 22. 3. 2013