Albertina: Acting for the Camera

März 5, 2017 in Ausstellung

VON MICHAELA MOTTINGER

Die Selbstinszenierung und das Objektiv

Rudolf Koppitz: Bewegungsstudie, 1926. Bild: Albertina, Dauerleihgabe der Höheren Graphischen Bundes-Lehr-und Versuchsanstalt, Wien

Intim, spannungsvoll und faszinierend ist der Moment, wenn Fotograf und Modell aufeinandertreffen. Zwischen Inszenierung und Selbstdarstellung pendelnd, ist ihre Zusammenarbeit geprägt von einem kreativen Dialog. Mit etwa 100 Meisterwerken untersucht ab 10. März die dritte Präsentation der Fotosammlung der Albertina unter dem Titel „Acting for the Camera“ die vielfältigen Beziehungen zwischen Menschen vor und hinter der Kamera.

In thematische Kapitel gegliedert, beschäftigt sich die Schau mit dem expressiven Künstlergehabe für die Kamera, der Arbeit mit anonymen Modellen in wissenschaftlichen Projekten, mit Fotografie als Vorlage für Malerei sowie mit der Selbstinszenierung von Fotografinnen und Fotografen. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten von Trude Fleischmann, Rudolf Koppitz, Will McBride, Cora Pongracz, Anton Josef Trcka und Erwin Wurm.

Will McBride: Romy in Paris, 1964. Bild: Albertina, Wien

Anton Josef Trcka: Egon Schiele, 1914. Bild: Albertina, Wien

www.albertina.at

Wien, 5. 5. 2017