Glatt&Verkehrt: Die Highlights aus dem Programm

Juni 22, 2016 in Klassik

VON MICHAELA MOTTINGER

Mit Gerhard Polt und Erwin Steinhauer

Geyerhof Cedric Watson Trio. Bild: © 2014 Sascha Osaka

Geyerhof Cedric Watson Trio. Bild: Sascha Osaka

Am 1. Juli startet die diesjährige Ausgabe von Glatt&Verkehrt, und weil das Festival heuer sein 20-Jahr-Jubiläum feiert, geht das Programm erstmals ein ganzes Monat lang. Auch einen neuen Spielort gibt es: Das Eröffnungswochenende findet im malerischen Schaugarten der Arche Noah in Schiltern nahe Langenlois statt, die sich der Bewahrung alter Gemüsesorten und anderer Pflanzenraritäten verschrieben hat.

Die botanische Vielfalt des Ortes inspirierte kreative Köpfe aus Österreich, Slowenien und Italien: Das neugegründete Keos-Quintett, unter anderem mit Maja Osojnik, Lukas Kranzelbinder und den Strottern schloss sich eigens für Glatt&Verkehrt mit dem neapolitanischen Vokalensemble Trio Assurd  zum Projekt Cantata Viennapoli zusammen, das von Bodo Hell sprachlich und poetisch hinreißend eingeleitet wird. Entstanden ist ein einzigartiges musikalisches und literarisches Programm in einem einzigartigen Ambiente:  Elemente aus süditalienischen Vokal- und Tanz-Traditionen wie Pizzica und Tarantella treffen auf solche aus der slowenischen und Wiener Musik und werden mit großer Lust am Improvisieren vereint.

Ab 17 Uhr verteilen sich die Musiker im Schaugarten und bieten in kleinen, abwechselnden Besetzungen musikalische Einlagen. Zeitgleich stehen Mitarbeiter der Arche Noah an verschiedenen Punkten des Schaugartens bereit, um fachkundig alle Fragen rund um die hier angebauten botanischen Raritäten zu beantworten. Um 19.30 Uhr versammeln sich alle Musiker auf der Bühne zum gemeinsamen Konzert. Dazu gibt’s von der Arche Noah bietet Raritätenkulinarik, Wein und regionale Spezialitäten aus der Gartenküche von „freund von salzig“ alias Benjamin Schwaighofer.

Am 2. Juli folgt die nun schon traditionelle musikalische Schifffahrt durch die Wachau mit dem altehrwürdigen Schaufelraddampfer „Stadt Wien“. Nifty’s, die Donauwellenreiter und Zur Wachauerin präsentieren ein Programm aus Wiener und Wachauer Liedern über jiddischen Surf-Rock – ja, den gibt´s! – bis Kammerjazz mit Tango- und Balkan-Gewürzen.  Star-Trompeter und Artist-In-Residence Steven Bernstein hat eigens für die Jubiläumsausgabe seine Universal Melody Brass Band mit einem internationalen All-Star-Ensemble zusammengestellt und dazu auch vier Österreicher eingeladen.  Das Konzert ist eine Uraufführung.

Und am 3. Juli im Bio-Weingut Geyerhof in Oberfucha, einem Hof aus dem 16. Jahrhundert, nochmals mit erweitertem Programm zu erleben. Der amerikanische Trompeter, Komponist und Arrangeur gilt als ein Superstar abseits aller Konventionen und wird einiges aus seiner immensen Bibliothek der Arrangements neu darstellen, von Ellington bis Rota, von Jelly Roll Morton bis Sly Stone.

Erwin Steinhauer & klezmer reloaded extended. Bild: Hans Ringhofer

Erwin Steinhauer & klezmer reloaded extended. Bild: Hans Ringhofer

Gerhard Polt und die Well-Brüder aus'm Biermoos. Bild: HP Hösl

Gerhard Polt und die Well-Brüder aus’m Biermoos. Bild: HP Hösl

 

 

 

 

 

 

 

Erwin Steinhauer und klezmer reloaded extended gastieren mit ihrem aktuellen Hermann-Leopoldi-Programm „Ich bin ein Durchschnittswiener“ am 16. Juli in Spitz. Gerhard Polt & Die Well-Brüder aus’m Biermoos, Christian Muthspiel und das Ukulele Orchestra of Great Britain eröffnen am 27. Juli das Programm bei den Winzern Krems.

Nach dem Erfolg des Vorjahres findet ab 27. Juli auch die Musik unterm Marillenbaum – Live-Musik in der Sandgrube 13 der Winzer Krems samt kulinarischen Köstlichkeiten – ihre Fortsetzung. Heuer sind es unter anderem Carlos Malta, die Wiener Tschuschenkapelle, die Innviertler Wadlbeisser und Mitglieder des Gypsy Kumbia Orchestra, die akustisch und unverstärkt die Abende gestalten werden. Am 31. Juli schließlich findet in der Installation „Circuit03“ von Jeroen Vandesande im Klangraum Krems Minoritenkirche eine Klangkunst-Matinée mit Jeroen Vandesande & Robin Hayward statt.

www.glattundverkehrt.at

Wien, 22. 6. 2016