„Ich seh ich seh“ ist Kandidat für den Auslandsoscar

September 2, 2015 in Film

VON MICHAELA MOTTINGER

Debütfilm von Veronika Franz und Severin Fiala

Bild: Stadtkino Filmverleih

Bild: Stadtkino Filmverleih

Die österreichische Jury für den Auslandsoscar hat den Kandidaten für die Nominierung der Oscars in der Kategorie Best Foreign Language Film bei den 88. Academy Awards am 28. Februar 2016 ausgewählt: „Ich seh ich seh (Goodnight Mommy)“ von Veronika Franz und Severin Fiala, der Debütfilm der beiden. Die Begründung der Jury: „Die große Verunsicherung: Wer ist Täter, wer Opfer? Was ist Realität, was Alptraum? Veronika Franz und Severin Fiala haben einen visuell packenden und nervenaufreibenden Film gedreht, der lustvoll mit Genreelementen spielt – diese biegt, verdreht und mitunter auch pervertiert. Zu gleichen Teilen Horrorfilm und Autorenfilm, ebenso klug konstruiert wie elegant inszeniert. Ein Ereignis!“

Inhalt: In der Hitze des Sommers. Ein einsames Haus auf dem Land zwischen Wäldern und Kukuruzfeldern. Zehnjährige Zwillingsbuben warten auf ihre Mutter. Als diese nach einer Schönheitsoperation einbandagiert nach Hause kommt, ist nichts mehr wie vorher. Die Kinder beginnen zu bezweifeln, dass diese Frau tatsächlich ihre Mutter ist und versuchen die Wahrheit herauszufinden. Um jeden Preis. Ein existentieller Kampf um Identität und Urvertrauen entspinnt sich …

Seit seiner Uraufführung im Rahmen der Filmfestspiele von Venedig wurde der ebenso stilsichere wie zutiefst verstörende psychologische Horrorfilm mit 14 Preisen ausgezeichnet und bei mehr als 70 internationalen Festivals gezeigt. Am 11. September folgt der US-Start des Films durch den Radius-TWC (das Arthouse-Label von The Weinstein Company). Der von Radius platzierte offizielle Trailer von „Goodnight Mommy“ wurde bis dato mehr als 5,7 Millionen mal geklickt. „Ich seh ich seh“ ist eine Produktion der Wiener Ulrich Seidl Film Produktion.

Die Oscar-Nominierungen werden am 14. Jänner 2016 bekannt gegeben.

ichsehichseh.at

Wien, 2. 9. 2015