Innsbrucker Festwochen der alten Musik

August 12, 2014 in Klassik

VON MICHAELA MOTTINGER

Das Motto lautet „1685“

Sara-Maria Saalmann (Tabarco), Robin Johannsen (Almira) und Ensemble Bild: © Ben van Duin

Sara-Maria Saalmann (Tabarco), Robin Johannsen (Almira) und Ensemble
Bild: © Ben van Duin

Am 12. August beginnen vor dem Goldenen Dachl „mit Pauken und Trompeten“ die diesjährigen Innsbrucker Festwochen der alten Musik. Das Motto lautet „1685“. Die Sternzeichen standen 1685 gut für die Musik: Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Domenico Scarlatti wurden geboren.Das Dreigestirn, das die barocke Epoche überstrahlte, rückt bei den Innsbrucker Festwochen 2014 in den Mittelpunkt. Mit Meisterwerken aus Oper, Kirche, Konzert und Kammer.

Alessandro De Marchi wird „Almira“, den ersten Geniestreich Händels für die Opernbühne, und Bachs Opus summum, die h-Moll-Messe dirigieren. Fabio Biondi entdeckt Scarlattis kostbare Oper „Narciso“ wieder. Als Streiflichter des Dreigestirns werden Kirchenkantaten, Motetten, Suiten, Choräle, Choralvorspiele und Partitensätze von Bach, Concerti, Sonaten, Suiten und weltliche Kantaten von Händel sowie Kirchen- und Kammermusik und Claviersonaten von Domenico Scarlatti erklingen. Rund um Bach, Händel und Domenico Scarlatti findet sich Musik von ihren Vater- und Lehrerfiguren, von Freunden und Zeitgenossen und von der Söhne-Generation: Alessandro Sc arlatti, Johann Philipp Krieger, Zachow, Buxtehude, Biber, Geminiani, Bononcini und Porpora, Telemann oder von dem ebenfalls 1685 geborenen Lodovico Giustini. Zu den bekanntesten Komponisten im 17. Jahrhundert zählte der Innsbrucker Hofmusiker Pietro Antonio Cesti. Seine damals viel g espielte Oper „L’Orontea“, die als erste Komödie der Operngeschichte gilt, bildet 2014 die BAROCKOPER:JUNG der Innsbrucker Festwochen. Im Cesti-Wettbewerb singen junge Sängerinnen und Sänger aus aller Welt unter anderem Arien aus Lullys 1685 komponierter Oper „Armide“.

Ensembles 2014:Europa Galante, B’Rock, Hofkapelle München, Arnold Schoenberg Chor, La Divina Armonia, Gli Incogniti, La Nuova Musica, La Chimera, Academia Montis Regalis, Cantar Lontano, La Cetra u. a.

 Dirigenten, Regisseure & SolistInnen 2014:Alessandro De Marchi, Fabio Biondi, Attilio Cremonesi, David Bates, Jetske Mijnssen, Davide Livermore, Stefano Vizioli, Deborah York, Amandine Beyer, Raquel Andueza, Dorothee Oberlinger, Hiro Kurosaki, Lorenzo & Vittorio Ghielmi, Maite Beaumont, Klara Ek, Mélissa Petit, Ruby Hughes, Balázs Máté, Rüdiger Lotter, David Hansen, Marco Mencoboni, Linde Brunmayr-Tutz, Jolanta Sosnowska, Xavier Diaz-Latorre, Deda Cristina Colonna, Andrea Coen, Margret Köll u. a.

Wien, 12. 8. 2014

www.altemusik.at