Fran Lebowitz: New York und der Rest der Welt

August 21, 2022 in Buch

VON MICHAELA MOTTINGER

Die laserscharfe Satirikerin erstmals auf Deutsch

Fran Lebowitz ist Kult. Von Andy Warhol weiland entdeckt und zu Amerikas liebster Lästerzunge seit Truman Capote avanciert, wird die Trockenhumoristin seit ihrer Zusammenarbeit mit Martin Scorsese für Netflix im vergangenen Jahr nun auch in Europa gefeiert. Dem Rowohlt Verlag kam es zu, Lebowitz‘ Bestseller „Metropolitan Life“ und „Social Studies“ im Erzählband „New York und der Rest der Welt“ für ein deutschsprachiges Publikum erstmals zusammenzufassen.

Es gibt nichts, worüber die Lebowitz nicht schreibt: Großstadtleben und Manieren, Wissenschaft, Kunst und Fahrstuhlmusik, Leute, Dinge, Orte, Ideen, Körperkult und Kindererziehung, Eitelkeit und beruflichen Ehrgeiz. Und immer tut sie dies cool und komisch, doppeldeutig und hintergründig.

Ihr aphoristischer Wortwitz, ihre laserscharfe Satire ist von sprachlich zeitloser Eleganz. „Salat ist keine Mahlzeit, sondern ein Lebensstil“, ist eine ihrer gern zitierten Weltweisheiten. Und so wie sie in ihren New Yorker Sittenbildern mal als Miniatur, mal als Schlachtengemälde die Marotten ihrer Mitmenschen nachzeichnet, so macht sie sich selbstironisch über die eigenen Spleens her.

Derart beginnt das Buch mit dem Kapitel „Mein Tag: Eine Art Einführung“: „12:35 – Das Telefon klingelt. Ich bin nicht erfreut. Nicht meine Art, aufzuwachen. Es ruft ein Agent aus Los Angeles an. Er ist hörbar braungebrannt. Er interessiert sich für meine Arbeit und meint, wir sollten reden und zwar auf meine Kosten. Ich entgegne, dass ich mir den Trip nach Los Angeles nur als Postkarte leisten könnte.“ Es folgt ein sinnloser Versuch, wieder einzuschlafen, ein verunglücktes Frühstück knapp nach 16 Uhr, ein romantisches Zwischenspiel: „18:55 – Das Objekt meiner Zuneigung erscheint mit einer Topfpflanze in der Hand.“

„21:30 – Ich gehe mit einer Gruppe von Leuten essen, zu denen zwei Models, ein Modefotograf, die Pressefrau des Modefotografen und ein Artdirector gehören. Ich rede fast nur mit dem Artdirector, vermutlich, weil er über den größten Wortschatz verfügt“, um 2 Uhr früh erste Vorbereitungen, endlich zu arbeiten: „Ich nehme mir einen Stift und starre auf das Blatt Papier. Ich kritzle auf dem Rand herum. Sehnsüchtig geht der Blick zum Sofa, das sich doch mühelos ohne Weiteres in ein Bett verwandeln lässt. Ich zünde mir eine Zigarette an. Ich starre auf das Blatt. 4:50 – Das Sofa gewinnt. Wieder ein Sieg für die Möbel.“

Bild: pixabay.com

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Die längsten der Geschichten sind nur wenige Seiten kurz. Sie zünden und verglühen wie ein Feuerwerk, wohl weil sich Übersetzerin und Übersetzer Sabine Hedinger und Willi Winkler mit viel Verve an die Lebowitz’schen Kracher und Raketen herangewagt haben. Großartig ist der Bonmot-Pyrotechnikerin Berufsberatung, fulminant fies und wie erdacht für die derzeitige Weltlage (aber vielleicht ist die ja zu allen Zeiten die gleiche?) ihr diesbezüglicher Fragebogen für Diktatoren – hier in Kurzfassung:

„1. Nichts macht mir mehr Angst als  … a) neue Leute kennenzulernen b) Schlangen c) ein Staatsstreich. 2. Was tue ich am liebsten an einem gemütlichen Sonntagnachmittag? a) Kochen b) Mit Make-up experimentieren c) Menschen aus dem Land weisen. 3. Wenn ich auf eine große Ansammlung Fremder treffe, reagiere ich wie? a) Ich gehe auf jeden zu, der interessant aussieht b) Ich verkrieche mich in eine Ecke, um zu schmollen c) Ich veranlasse eine Säuberungsaktion. 4. Wenn jemand anderer Meinung ist als ich, reagiere ich wie? a) Ich diskutiere ruhig und vernünftig b) Ich bekomme schlechte Laune c) Ich lasse ihn hinrichten.“

Was Wunder, dass die Ausarbeitung von derart Schwerwiegendem in der Selbsterkenntnis enden muss: „Den inneren Frieden gibt es nicht. Es gibt nur Nervosität oder Tod. Der Versuch das Gegenteil zu beweisen, ist inakzeptabel.“ Mag sein, man muss aus der Metropole des Stadtneurotikers sein, um diesen Tief- und Weitblick zu erlangen. Die Seele ist kein weites Land, bei Lebowitz hangelt sie sich durch Hochhausschluchten. Ihre alles und jeden entlarvende Beobachtungsgabe erinnert an die große Österreicherin Inge Morath, nur dass Lebowitz‘ Objektiv ein sehr subjektives ist.

Bild: pixabay.com

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Egal, ob sie sich über Nagelpflege auslässt – die Begleiterin muss zur Maniküre, um einen abgebrochenen Nagel durch „ein Transplantat“ zu ersetzen, sehr zur Belustigung der spitzfindigen Schriftstellerin, die im Weiteren ganz chirurgisch kein Wort von Nagelbruch bis Nagelbank auslässt. Eine Nagelprobe. Oder – siehe Salat – über die Mahlzeiten im Manhattaner Hochsommer philosophiert, die in „erstaunlich dürftigen Portionen“ serviert werden, wobei sie einen Lkw-Fahrer imaginiert, „der sich im Diner zur Theke vordrängt und lauthals etwas zum Mitnehmen bestellt: ,Zwei Gurkensüppchen – schön kalt; ein Endiviensalat – mit Balsamico-Vinaigrette; und einmal den erntefrischen Spargel – die Hollandaise könnt ihr weglassen.“

Die Stand-Up-Essayistin und eine ihrer verdeckten Sozialstudien. Lebowitz, 1950 in der Kleinstadt Morristown in New Jersey geboren, hinein in eine Familie, „deren literarisches Vermächtnis sich weitgehend auf Ansichtskarten beschränkte“, Nachfahrin ungarischer Juden, von denen schließlich eine nach Ellis Island verschifft wurde, liebt das Gedankenspiel, die gesellschaftlichen Selbstbeschreibungen der Intellektuellen- und Künstlerclique, in der sie sich bewegt, ins Gegenteil zu verkehren: „Denn wer von uns könnte behaupten, seine Lebenserfahrung gleiche einem Seurat-Gemälde, wo es doch eher die Pflanzenschaukel aus Makramee ist.“

Lebowitz‘ Schreibstil ist schnell und präzise. Die meisten ihrer Texte entwickelt sie aus der Ich-Erzählerinnen-Perspektive. Sie geht davon aus, dass ihre Schlussfolgerungen auch anderen hilfreich sind und transformiert also die zur eigenständigen Kunstform gewordene Ich-Umkreisung zur literarischen Psychotherapiesitzung. Und stets gilt: Ein guter Witz ist ein Lebowitz.

Bild: pixabay.com

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Zum Schluss der Autorin Blick auf Europa, auch hier eine Kurzversion: „Mailand ist sehr politisch und voller kommunistischer Graffiti. In Mailand sind alle gut angezogen. – In den zwei Wochen, die ich in Rom verbrachte, wurde fünf Mal gestreikt. Streiken ist in Rom vor allem eine Stilfrage, um Geld geht es weniger. – Cannes: Das Filmfestival und die Kellner auf der Terrasse des Carlton sind damit beschäftigt, Ihre Bestellung nicht aufzunehmen. Doch kaum sind zwei Stunden vergangen, bringt Ihnen der Kellner einen Martini, den ein anderer bestellt hat …

… Sie halten den Drink mit großer Geste hoch und sehen sich suchend um. Ein paar Tische weiter wird jemand anderer Ihr Perrier mit Zitrone in die Höhe halten, und schon sind Sie auf dem besten Weg zu einer neuen Freundschaft oder einem Deal. – Paris: Wenn Sie dorthin fahren, sollten Sie eines nicht vergessen: Egal, wie langsam und deutlich Sie einen Pariser nach etwas fragen, er wird Ihnen unweigerlich auf Französisch antworten.“ Kann man die Dame zwecks Vorkommnis in der nächsten Kolumne bitte nach Wien einladen?

Über die Autorin: Fran Lebowitz arbeitete unter anderem als Taxifahrerin und Putzfrau, behauptet sie, bevor Andy Warhol sie als Kolumnistin für sein legendäres Magazin Interview entdeckte. Später schrieb sie für Mademoiselle und Vanity Fair und fand schnell Zutritt zu den Kreisen um Jerome Robbins, Robert Mapplethorpe oder den New York Dolls. Sie gilt als Stilikone, Verkörperung des New Yorker Witzes und als Expertin für das Leben an sich. Durch Martin Scorseses nach wie vor zu streamende Netflix-Serie „Pretend It’s a City“ (Trailer: www.youtube.com/watch?v=MClMxqD-HNA) wurde sie weltweit bekannt. Ihre Erzählbände „Metropolitan Life“ und „Social Studies“ waren Bestseller in den USA, in diesem Band erscheinen sie erstmals auf Deutsch. Lebowitz lebt ohne Mobiltelefon oder Computer, sie definiert sich selbst als „lesbian“.

Rowohlt Berlin, Fran Lebowitz: „New York und der Rest der Welt“, Erzählband, 352 Seiten. Übersetzt aus dem Englischen von Sabine Hedinger und Willi Winkler.

www.rowohlt.de           franlebowitz.com

Fran Lebowitz in „The Tonight Show“ von Jimmy Fallon: www.youtube.com/watch?v=Hkc71hM9vT0

  1. 8. 2022

Ismael Ivo. Ich glaube an den Körper

August 9, 2022 in Buch

VON MICHAELA MOTTINGER

Umfassende Hommage an einen Ausnahmekünstler

Bild: Anno Wilms, 1991 © Stiftung Anno Wilms

1955 als Sohn eines Bauarbeiters und einer Putzfrau in einem Armenviertel in São Paulo geboren, wurde Ismael Ivo zu einem der bekanntesten, erfolgreichsten, faszinierendsten Tänzer und ein weltweit gefeierter Choreograf. Als Initiator und Direktor von Festivals wie dem ImPulsTanz Festival in Wien, das er 1984 mit Karl Regensburger gründete und das zum größten europäischen Tanzfestival heranwuchs, hat er Tanzgeschichte geschrieben und wurde dafür 2019 mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet.

Künstlerisch ging er enge Verbindungen mit Johann Kresnik, Marcia Haydée, Ushio Amagatsu, George Tabori, Koffi Kôkô und vielen anderen ein. Heute ist er eine Symbolfigur der afrobrasilianischen Emanzipation.

Der Band „Ismael Ivo. Ich glaube an den Körper“ versammelt Interviews aus verschiedenen Epochen seines Schaffens, Erinnerungen von Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter in Brasilien und Europa, Bildessays von Anno Wilms und Dieter Blum sowie ein umfassendes Werkverzeichnis.

So zeichnet die Publikation erstmals das Leben und Wirken eines Ausnahmekünstlers und -menschen nach. „Ismael Ivos Erbe ist im Wesentlichen immateriell, überliefert allein in den Erinnerungen an seine überwältigende Präsenz auf der Bühne, in den Fotogra­fien, Filmen und Videodokumentationen, in den Interviews, in den Bewegungsimpulsen, die er in zahllosen Workshops und Gesprächen gesetzt hat. Exemplarisch hat sich für uns mit diesem Projekt die Frage gestellt, wie eine Persönlichkeit, die in ihrem Wirken radikal auf körperliche Transformation und Vermittlung setzte, in einem Buch dargestellt werden kann“, so Johannes Odenthal und ImPulsTanz-Intendant Karl Regensburger über ihre „unvollendete Rekonstruktion eines Lebenswerks“.

In Interviews hat Ismael Ivo über die Prozesse des Verkörperns, des Aufnehmens von politischen, gesellschaftlichen, künstlerischen oder kulturellen Themen gesprochen: die konkrete Form eines ästhetischen Meta­bolismus. Er bezieht sich immer wieder auf das erste kulturelle Manifest der brasilianischen Moderne, auf die Antropofagia, mit der sich eine Gruppe von SchriftstellerInnen und Schriftstellern um Oswald de Andrade von der europäischen Kolonialisierung emanzipierte.

„Ismael Ivo. Ich glaube an den Körper“ ist der gelungene Versuch einer zeitgenössischen archäologischen „Grabung“, die in der Zusammenstellung vieler Perspektiven das Schaf­fen eines Ausnahmekünstler erfahrbar macht. Dabei wird deutlich, dass das Werk von Ismael Ivo vor allem auch durch die Verbindung mit seiner individuellen Biografie als Afrobrasilianer auf eine zukünftige Entwicklung der Performing Arts wirken wird. Die Themen Rassismus, Identität, post­- und neokoloniale Verwerfungen sind in seinem Werk substanziell ver­ankert.

„Mein schwarzer Körper steht in einer Beziehung zur Gesellschaft, und in dieser gibt es nun einmal Rassismus und Xenophobie, die sich in letzter Zeit verschärft haben. Man spürt das“, sagte Ivo etwa in einem Presse-Gespräch 2016 anlässlich seines Solos „Discordable – Bach“, und weiter: „Ich bin ein Optimist, noch immer, aber es ist nicht leicht. Wir leben in schwierigen Zeiten. Die französische Choreografin Maguy Marin sagte neulich zu mir: ,Wir Künstler müssen jetzt einen Plan zur Veränderung der Welt entwickeln.‘ Wir können die Probleme nicht lösen, aber die Kunst kann sie reflektieren. Mein Körper war immer politisch. Wir schauen in den Spiegel, wir sind nicht perfekt und werden es nie sein. Die Geschichte wiederholt sich. Ich möchte mich selbst als Lampe auf einen Altar stellen und den Menschen Impulse geben, über bestimmte Themen nachzudenken.“

Ismael Ivo verstarb im Pandemiejahr 2021 im Alter von 66 Jahren in seiner Heimatstadt Sao Paulo an einer Coronavirus-Infektion.

Über den Herausgeber und die FotografInnen: Johannes Odenthal, Kunsthistoriker und Autor für Tanz, Performance und zeitgenössische Kunst, war von 2006 bis 2022 Programmbeauftragter der Akademie der Künste, Berlin. Anno Wilms (1935 – 2016) arbeitete als freiberufliche Fotografin. Dieter Blum arbeitete unter anderem für Stern, Der Spiegel, Time, National Geographic, FAZ-Magazin und SZ-Magazin.

Spector Books, Johannes Odenthal (Hrsg.): „Ismael Ivo. Ich glaube an den Körper“, Fachbuch, 240 Seiten mit Fotografien von Anno Wilms und Dieter Blum, 180 Schwarzweiß- und 40 Farbabbildungen. Erhältlich auch in einer englischsprachigen Fassung: „Ismael Ivo. I Believe in the Body“.

spectorbooks.com           ismaelivo.com           www.impulstanz.com

  1. 8. 2022

19. Literaturfestival O-Töne im MuseumsQuartier

Juli 3, 2022 in Buch, Tipps

VON MICHAELA MOTTINGER

Aktuelle Neuerscheinungen und kommende Herbsttitel

Bild: © O-Töne

Das große Literatur-Open Air präsentiert in seiner 19. Ausgabe  von 7. Juli bis 25. August wieder ein hochkarätiges, literarisches Programm quer durch aktuelle Neuerscheinungen und kommende Herbsttitel.

Im Haupthof des Museums- Quartier Wien erwarten die Besucherinnen und Besucher bei freiem Eintritt Lesungen acht bekannter Autorinnen und Autoren sowie acht spannende Debüts.

Wolf Haas eröffnet am 7. Juli mit seinem neuen Brenner-Krimi „Müll“. Davor liest die in Berlin lebende Theater-Autorin Magdalena Schrefel in der O-Töne Debütreihe aus ihrem bei Suhrkamp erschienenen Erzählband „Brauchbare Menschen“. Darauf folgen Marie Gamillscheg („Aufruhr der Meerestiere“, 14. 7.), Reinhard Kaiser-Mühlecker („Wilderer“, 21. 7.) und Margit Schreiner („Mütter. Väter. Männer. Klassenkämpfe“, 28. 7.).

Im August dann Fiston Mwanza Mujila („Tanz der Teufel“, 4. 8.) und Teresa Präauer („Mädchen“, 11. 8.), bevor die O-Töne mit zwei glanzvollen Buchpremieren ins Finale gehen: Thomas Stangl präsentiert am 18. 8. seinen neuen Roman „Quecksilberlicht“, am 25. 8.  bringt abschließend Heinricht Steinfest im Zwiegespräch mit Denis Scheck sein neues Buch „Der verrückte Berg“ auf die Festivalbühne.

Magdalena Schrefel. Bild: © Stefanie Kulisch

Wolf Haas. Bild: © Gerry Nitsch

Fiston Mwanza Mujila. Bild: © Richard Haufe Ahmels

Teresa Präauer. Bild: © Thomas Langdon

Die diesjährigen Erstlingswerke bei den O-Tönen stammen von Constantin Schwab („Das Journal der Valerie Vogler“, 14. 7.), Ursula Knoll („Lektionen in schwarzer Materie“, 21. 7.), Anna Silber („ChopinhofBlues“, 28. 7.), Kurt Fleisch „Aibohphobia“,  4. 8.), Moritz Franz Beichl („Die Abschaffung der Wochentage“, Buchpremiere 11. 8.), Marcus Fischer („Die Rotte“, Buchpremiere 18. 8.) und Bettina Scheiflinger („Erbgut“, Buchpremiere 25. 8.).

Für das Programm verantwortlich zeichnen die LiteraturwissenschafterInnen Daniela Strigl und Klaus Kastberger. Alle Lesungen bei freiem Eintritt. Schlechtwetterquartier nach Vorankündigung.

o-toene.at

3. 7.2022

Erste Selenskyj-Biografie / Robert Misiks Putin-Analyse

Juni 30, 2022 in Buch

VON MICHAELA MOTTINGER

Heute Abend: Das erste Selenskyj-Interview in Österreich

Gebannt blickt die Welt seit Monaten auf die Ukraine und deren Präsidenten. Nun erscheint am 25.  Juli, das E-Book bereits am 11. Juli, auch hierzulande die erste Wolodymyr-Selenskyj-Biografie des ukrainischen Journalisten Sergii Rudenko, die vom Autor für die deutschsprachige Ausgabe freilich aktualisiert wurde. 

„Ich brauche Munition, keine Mitfahrgelegenheit“. Im Februar 2022 geht dieser Satz um die Welt. Über Nacht wird Wolodymyr Selenskyj vom angeschlagenen Präsidenten der gefühlt fernen Ukraine zur zentralen Figur im Kampf für ein freies Europa. So wenig sich der Westen trotz des Kriegs im Donbass für die Ukraine interessierte, so wenig war bekannt über den Mann, der vom Juristen zum Komiker zum Staatsmann geworden war und nach den Maidan-Protesten gegen Korruption und für eine Annäherung an Europa antrat.

Sergii Rudenko, seit vielen Jahren Journalist in Kyjiw, hat Selenskyjs erste Biografie geschrieben. Sein Buch ist die ausgewogene Geschichte eines ungewöhnlichen Politikers, das lebendige Porträt eines Helden, der keiner sein wollte – und eine unverzichtbare Quelle für alle, die den Mann verstehen wollen, der

Putin die Stirn bietet und mit seinem Land längst zum Verteidiger der freien Welt geworden ist. Das große politische Buch über ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj – ein notwendiger Blick in die jüngere Geschichte der Ukraine …

Über den Autor: Sergii Rudenko, geboren 1971, ist ein in Kyjiw beheimateter ukrainischer Journalist. Im ukrainischen Programm der Deutschen Welle ist er mit einer wöchentlichen Kolumne vertreten. Außerdem ist er leitender Redakteur beim privaten Informationssender Espreso.tv, der 2014 aus der Maidan-Bewegung hervorgegangen ist. Sein in der Ukraine 2020 erschienenes Buch ist die erste Biografie Selenskyjs und wurde für die internationale Publikation aktualisiert.

Hanser Verlag, Sergii Rudenko: „Selensky. Eine politische Biografie“, Sachbuch, 224 Seiten. Übersetzt aus dem Ukrainischen von Beatrix Kersten und Jutta Lindekugel. 

www.hanser-literaturverlage.de

Über Wolodymyr Selenskyj: Wolodymyr Selenskyj ist seit Mai 2019 der Präsident der Ukraine. In seinem Heimatland wurde er außerdem bekannt als Schauspieler, Kabarettist, TV-Moderator und Filmemacher. Er war Mitinhaber und künstlerischer Leiter des Filmstudios Kvartal95/Wohnblock 95 und Produzent des Fernsehsenders Inter. Selenskyj wurde 1978 in einer jüdischen Familie in Kriwoi Rog in der Ukraine geboren. Sein Vater ist ein ehemaliger Kybernetik-Professor, seine Mutter Ingenieurin. Nach der Matura 1995 studierte er Rechtswissenschaft in Kyjiw, arbeitete jedoch nie als Jurist. Stattdessen zog es ihn in die Unterhaltungsbranche: Ab 1997 war er mit seiner Kabarettgruppe Kwartal 95, mit der später eine Fernsehproduktionsgesellschaft entstand, auf Tour durch Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

Durch die Teilnahme an der ukrainischen Version der TV-Show „Dancing with the Stars“  wurde Selenskyj 2006 landesweit bekannt. Weitere Popularität erlangte er als Schauspieler: 2015 war er in der satirischen TV-Serie „Sluha narodu“/“Diener des Volkes“ zu sehen. Ähnlich wie in seiner eigenen Lebensgeschichte wird auch seine Figur Wassilyj Petrowytsch Holoborodko zum Präsidenten der Ukraine gewählt. 2016 wurde ein Film zur Serie ausgestrahlt. Danach mehrten sich Gerüchte, dass Selenskyj für das Amt des Präsidenten kandidieren werde.

Bild: pixabay.com

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Im März 2018 wurde tatsächlich die nach dem Fernseherfolg genannte Partei Sluha narodu gegründet. Am Silvesterabend 2018 gab Selenskyj dann seine Präsidentschaftskandidatur bekannt. Er siegte in der Wahl und wurde am 20. Mai 2019 zum sechsten Präsidenten der Ukraine. In seiner teils auf Ukrainisch, teils auf Russisch gehaltenen Antrittsrede erklärte er die Aufhebung der Annexion der Krim durch Russland sowie das Vorgehen gegen die prorussischen bewaffneten Separatisten in den ostukrainischen Oblasten Donezk und Donbass zu seinen vorrangigen politischen Zielen – militärische Konflikte, die seit 2014 zunehmend eskalierten.

Selenskyj kündigte außerdem an, die Immunität von Abgeordneten aufzuheben und eine Initiative gegen Bereicherung im Amt einleiten zu lassen. Zusätzlich strebe er die Entlassung des Generalstaatsanwalts und des Geheimdienstchefs an und legte der gesamten Regierung den Rücktritt nahe. Bei den Neuwahlen gewann seine Partei 424 von 254 Parlamentssitzen. Selenskyj verabschiedete mithilfe des neuen Parlaments ein Lobbygesetz, das den Einfluss der Oligarchen offenlegte und beschnitt. Seit Geltung dieses Gesetzes ist es Oligarchen in der Ukraine verboten, Parteien zu finanzieren. Amtspersonen müssen zudem jedes nicht-öffentliche Treffen mit Oligarchen deklarieren.

2020 machte Selenskyj das jüdische Neujahrsfest Roch ha-Schana zum nationalen Feiertag. Weitere Kernanliegen vor dem derzeitigen russischen Angriffskrieg auf die Ukraine waren die Privatisierung staatlicher Unternehmen, die Schaffung eines Marktes für Agrarland sowie die geographische Lage der Ukraine stärker zu nutzen, um sie als Transitland zwischen Europa und Asien attraktiv zu machen. Auch sollte die Ukraine unabhängiger von russischer Energie werden. Natürlich ist auch Selenskyj – zumindest bis vor seinem aktuellen Heldenstatus – nicht unumstritten gewesen, sei es wegen seiner Nähe zum ehemaligen PrivatBank-Gründer Ihor Kolomojskyj oder seinen Entwürfen zu einem neuen Arbeitsrecht mit At-Will-Employment und Null-Stunden-Verträgen, gegen die nicht nur die Gewerkschaften, sondern auch Human Rights Watch protestierten. Im Oktober 2021 wurde im Zuge der Pandora Papers vermutet, dass Selenskyj eine Briefkastenfirma in einer Steueroase betrieben haben soll.

Erstmals in die internationalen Schlagzeilen geriet Selenskyj, nachdem ihn der damalige US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat im Juli 2019 aufgefordert hatte, Ermittlungen gegen Joe Biden, seinen Gegenkandidaten im Präsidentschaftswahlkampf, anzustellen. Als Gegenleistung sollte die Ukraine Militärhilfe erhalten. Nach Bekanntwerden des Telefonats musste sich Trump einem Amtsenthebungsverfahren stellen. Selenskyj erklärte, dass ihn als Präsident eines unabhängigen Landes niemand unter Druck setzen könne. „Ich bin eine absolut unabhängige Person. Ich möchte niemanden beleidigen, aber derjenige, der mich kontrollieren wird, ist noch nicht geboren“, so Selenskyj. Privates: Selenskyj ist seit 2003 mit Olena Selenska erheiratet. Das Paar hat zwei Kinder, Oleksandra, geboren 2004, und Kyrylo, geboren 2013.

4GAMECHANGERS: Das erste Interview mit Wolodymyr Selenskyj in Österreich

Heute Abend, 20.35 Uhr, holen die Kooperationspartner ORF und PULS 4 Wolodymyr Selenskyj – unter Vorbehalt aktueller Ereignisse – für ein Livegespräch zum 4GAMECHANGERS Festival virtuell nach Wien. Via Live-Schaltung wird der ukraininsche Präsident vor vor 4.000 ZuseherInnen in der Marx Halle und vorm Fernsehpublikum einen Appell an die ÖsterreicherInnen richten und über die humanitäre Situation und die aktuelle Lage in der Ukraine berichten. Er spricht  im Beisein von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Karl Nehammer.

Link zum Live Switch In / Wolodymyr Selenskyj beim 4Gamechangers-Festival: 4gamechangers.io/de/s/wolodymyr-selenskyj

Robert Misik: Putin. Ein Verhängnis

Ebenfalls im Juli erscheint „Putin. Ein Verhängnis“ von Robert Misik. Der Journalist und Sachbuchautor zeichnet ein Regime und das Charakterbild eines rücksichtslosen Despoten, der Europa die Friedensordnung raubt, an die man sich gewöhnt hatte.

Wladimir Putin hat alle an der Nase herumgeführt. In den Neunziger-Jahren galt er als Demokrat, doch bewunderte Augusto Pinochet. Nachdem er sich ins Präsidentenamt trickste, beginnt er mit einer Seilschaft hartgesottener KGB-Leute, Russland zur autokratischen Despotie umzuwandeln. Und genauso schnell bastelt er sich eine Staatsphilosophie. Deren Elemente: autokratischer Führerkult, Patriotismus, Imperium, orthodoxe Spiritualität – und Gekränktheit.

Dabei stützt er sich auch auf faschistische Denker, etwa auf Ivan Iljin, der Hitler und Mussolini hochschätzte. Und er spinnt Netzwerke im Westen, um die Demokratien zu spalten. Putin stilisiert sich zum harten Kerl, zum starken Mann, mit vulgärer Sprache und einer Rhetorik der Gewalt. Nach dieser Lektüre bleibt nur die Frage: Wie konnte die Welt so blind sein?

Über den Autor: Robert Misik, geboren 1966, ist Journalist und politischer Schriftsteller und schreibt regelmäßig für die Berliner tageszeitung, Die Zeit, die Neue Zürcher Zeitung und den Falter. Zahlreiche Preise, etwa der Bruno-Kreisky-Förderpreis, 2010 Journalist des Jahres in der Kategorie Online, 2009 Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik. Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschienen im Picus Verlag „Was Linke denken“, „Ein seltsamer Held“, „Herrschaft der Niedertracht“ und „Die neue (Ab)normalität“. 2022 erscheint „Putin. Ein Verhängnis“. Auf der Homepage des Autors www.misik.at findet sich auch der Link zur zehnteiligen Blog-Reihe „Putin vestehen – Die Serie“.

Picus Verlag, Robert Misik: „Putin. Ein Verhängnis. Warum Wladimir Putin Russland in eine Despotie verwandelte und jetzt Europa bedroht“, Sachbuch, 176 Seiten.

www.picus.at           www.misik.at

Über Wladimir Putin: Putin kam 1952 in Leningrad, heute Sankt Petersburg, als Kind eines kommunistischen Fabrikarbeiters zur Welt und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Er war das dritte Kind der Familie, seine beiden Brüder starben schon im Kindesalter. Schon als Jugendlicher interessierte sich Putin für Kampfsportarten, mit 18 Jahren erreichte er im Judo den schwarzen Gürtel.

Nach der Schule studierte er Jus, um 1975 als Agent in den Dienst des KGB zu treten. In den Anfangsjahren arbeitete er überwiegend in der Auslandsspionage. Mitte der 1980er-Jahre ging er mit seiner Frau Ljudmila, einer Deutsch-Dozentin, die er 1983 geheiratet hatte, nach Deutschland. In Dresden wurde ein Jahr nach der Geburt seiner ersten Tochter Maria in Leningrad, 1986 die jüngere Tochter Jekaterina in Dresden geboren. Während er offiziell für das deutsch-sowjetische Freundschaftshaus in Leipzig zuständig war, warb er tatsächlich Agenten in Ost- und West-Deutschland an. Putin spricht fließend Deutsch.

Bild: pixabay.com

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Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kehrte er 1990 zurück nach Russland. Ab 1997 arbeitete Putin im Kreml und wurde dort Leiter des föderalen Sicherheitsdienstes und 1999 Nationaler Sicherheitsberater von Präsident Boris Jelzin. Im gleichen Jahr übernahm Putin das Amt des Ministerpräsidenten. Ein Jahr später gewann er mit absoluter Mehrheit die Präsidentschaftswahlen und wurde zum Nachfolger Jelzins, der ihn als seinen Wunschkandidaten vorschlug. In Putins erste Amtszeit bis 2004 fallen der erste und zweite Tschetschenienkrieg, doch konnte sich Russland auch wieder als Supermacht etablieren. Die Wahl zum Präsidenten, die Putin inzwischen viermal für sich entscheiden konnte, stufen internationale Beobachter weder als frei noch als fair ein.

Spätestens seit der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 ist deutlich, dass Wladimir Putin ein Machtmensch ist und dass er den Zusammenbruch des Sozialismus als Demütigung empfindet. Die Annäherungen des Westens und die Ausdehnung des Militärbündnisses Nato in die ehemaligen Sowjetischen Staaten beunruhigen ihn zunehmend. Die weitere Demokratisierung der Ukraine führte letztendlich dazu, dass Russland am 24. Februar 2022 mit einem Großaufgebot an Soldaten und Waffen im „Bruderstaat“ einmarschierte. Täglich berichten seither die Medien vom russischen Terror und von gezielten Anschlägen auf die Zivilbevölkerung.

Wladimir Putin insziniert sich gern als Macho und Naturbursche. Für mediales Aufsehen sorgten seine arrangierten Urlaubsfotos aus dem August 2007, die ihn mit nackten Oberkörper auf einem Pferd reitend zeigten. Er setzt sich für die Sibirischen Tiger ein, gibt für weltweit veröffentlichte Fotos schon mal einem Elchkalb das Fläschen oder geleitete Kraniche im Ultraleichtflieger in die Freiheit.  2014 wurde die Scheidung von seiner Frau Ljudmilla bekannt. Schon vorher, ab 2008, soll er mit der ehemaligen Rhythmischen Sportgymnastin und Olympiateilnehmerin Alina Kabajewa liiert gewesen sein, auch gemeinsame Kinder sollen existieren.

30. 6. 2022

Günther Lainer: Lebensweisheiten, die keiner braucht

April 5, 2022 in Buch

VON MICHAELA MOTTINGER

Von Gott, der Welt zu Gscheidwaschln und Owoschfetzn

„Machen Sie bei Günther Lainer kein Binge-Reading!“, legt dessen Freund Norbert Peter (er darf sich Freund nennen, „denn ich habe schon von seinem Teller gegessen und das dürfen nur die Allerwenigsten“) der geneigten Leserschaft ans Herz. Und recht hat er. Freilich ist es verlockend, die mal in oberösterreichischer Mundart, mal in Linzer Hochdeutsch, verfassten Aphorismen samt und sonders zu verschlingen. Es wär’ um sie nur so schade, als ob sich ein Erdäpfelschädel ein Haubenmenü reinzöge.

Besser ist es, trotz Lainers Warnung „wer soi denn / den schaß lesn?“, sich jede Zeile genussvoll auf der Zunge zergehen zu lassen, und dass hier so viele anzügliche Bezüge zum Essen hergestellt werden, ist ausnahmslos die Schuld des Autors, der höchstselbst mit seines Leibes Fülle Spott treibt: „Stell deine Körperwaage in die Ecke und lass sie dort, bis sie sich entschuldigt hat“. Was ihn dazu bringt, mit den obligaten Danksagungen neben Frau, Kindern, FreundInnen und Verlegerin, auch seinen Schreibtischsessel zu bedenken: „Er hat mich ausgehalten und dadurch ebenfalls sehr unterstützt.“

Wer Günther Lainer aus TV-Formaten oder von der Bühne kennt, weiß, es ist leicht, dem Lainer auf den Leim zu gehen. Sein – na, sagen wir – spezieller Humor schwankt zwischen perfide und morbide, zwischen sehr g’scheit oder g’scheit bled, zwischen Selbstironie und Selbstzynismus, letzterer auch als spitze Zunge/Feder gegen andere im Einsatz  („Zynismus ist eine besondere Form der Liebe.“) – und oft braucht’s eine Schrecksekunde, bis der Scherz einen funktionstüchtigen Nucleus accumbens gefunden hat.

Zitieren möchte man ohne Ende. Auf „es wäre so schön / dich zu küssen / deinen mund / ganz sanft / zu berühren / es wäre so schön / deine lippen / mit feinem balsam / zu umranden / dein mund / auf meinem mund / doch es scheitert / an einer kleinen / fieberblase“ reimt Günther Lainer „gestan / hot ma a mau dazöht / dass er sei frau / valossn wird / hob i eam gsogt / daunn nimm’s i / des hot’n / richtig gwuamt / oba / es hot gwiakt / sie san / wieda zaumm“.

Lainers Lebensweisheiten treiben einige Baudelaire’isch böse Blüten. Sie reichen von Gott und der Welt zu Gscheidwaschln und Owoschfetzn, mit einem Wort von der Wiege bis zur Bahre, von der menschlichen Existenz zu – mit einem Wort – Essen. Persönliches Lieblingspoem ist: „heit moch i / sömmiknedl mit schwammalsoß / do wird si / mei tochta gfrein / sie is nämlich wegetarierin / und hot mi / heit voamittog augruafn / und hot great / wei’s / auf da matheschularbeit / an fünfa hot / daunn hob i gsogt / mocht jo nix / heit gibt’s / sömmiknedl mit schwammalsoß / daunn hots / a bissal glocht / oba a nu / a bissl great“.

Bild: © Volker Weihbold

Gefolgt von den Lieblingsweisheiten: „Ein Hendl ist viel aufwändiger zu essen als ein Cordon bleu“ sowie „Vertraue keinem Menschen, der dir einreden will, dass Cordon bleu ohne Zahnstocher leicht zu panieren sind!“ Für alle Familienväter, die sich mit mehr oder minder großen Krisen herumplagen – an schenan familiensonntag: „mei frau / is augfressn / wei i ned / spaziern geh wü / mei bua is augfressen / wei sei maunnschoft / valoan hod / mei dirndl / is augfressn / wei’s moagn ned / in d’schui geh wü / und i / bin augfressn / wei olle / augfressn san.“ Kaufen Sie sich dieses Buch, bevor der Lainer Günther wirkli denkt, dass es neamd braucht. Es kostet netta 22 Euro. Oder wie der Autor sagt: „Ich bin alt und brauche das Geld!“

Über den Autor: Günther Lainer wurde am 1. Mai 1969 geboren. Der gelernte Tischler und Pastoralassistent aus Linz ist als Gast der ORF-Show „Was gibt es Neues?“ und der Puls 4-Show „Bist du deppert!“ bekannt. Dabei steht er seit 1993 als Kleinkünstler und Schauspieler auf der Bühne. Er hat als Literat der Gruppe „Anonyme Freunde“ begonnen, ist danach als Comedy-Jongleur Gausl und CliniClown aufgetreten, und blickt heute auf mehrere Literatur- und Kabarettpreise, publizierte Bücher, TV- und Kinoauftritte und 16 Kabarettprogramme zurück. Zuletzt sorgte er als „Graf Paris“ in Michael Niavaranis „Romeo & Julia – Ohne Tod kein Happy End“ im Globe Wien für Lacher. In seinem Buch „Lebensweisheiten, die keiner braucht“, am 1. April 2022 bei Schultz & Schirm erschienen, versammelt er alte und neue Lieblingstexte aus seinem abwechslungsreichen Leben: Mundartgedichte, Gebete und Gedanken.

Schultz & Schirm Bühnenverlag, Günther Lainer: „Lebensweisheiten, die keiner braucht“, Mundartgedichte und Gedanken, 184 Seiten.

www.schultzundschirm.com           www.guentherlainer.at

  1. 4. 2022